Datenklau: Wurde meine Mailadresse gestohlen? 1


Schon das zweite Mal in diesem Jahr wurden Millionen von Logindaten gestohlen. Auch bei Mailadressen und den zugehörigen Passwörtern handelt es sich im Prinzip um Logins. Ein Name und ein Passwort, zwei Angaben, reichen in der Regel aus, um sich irgendwo zu legitimieren, sich anzumelden und einzuloggen. Wenn nun Millionen solcher Logins gestohlen werden, fragt sich natürlich jeder: Bin ich auch betroffen?

In beiden Fällen des Datenklaus in grossem Stil meldete sich danach das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Sie stellen eine Webseite zur Verfügung, auf der jeder seine eine oder hunderte von Mailadressen eingeben kann. Sie klären dann ab, ob diese Mailadresse und das zugehörige Passwort gestohlen worden sind. Trifft das zu, schicken sie eine Mail an die betreffende Mailadresse.

Die Bin-Ich-Betroffen Abfrage bei der BSI ist undurchsichtig

Die BSI Webseite ist nicht nur mir suspekt, Exakt auf diese Weise kann man Adressen sammeln, was die BSI natürlich nicht macht. Und es ist ebenfalls unmöglich, dass diese Maileingaben und Abfragen von Unbefugten abgegriffen werden. Nein, wo kämen wir denn da hin? Und deshalb mache ich auch keinen Link auf diese Webseite. Stattdessen verlinke ich zu Fefes Blog. Er legt in einem wunderschönen Artikel dar, weshalb auch er Zweifel hat.

Der Artikel ist vielleicht für Anfänger nicht einfach zu verstehen. Deshalb komme ich jetzt zu den einfachen Dingen, nämlich der persönlichen Sicherheit im Internet, für die jeder selber sorgen kann.

Für jedes Konto eine andere Mailadresse und ein andere Passwort

Die grösste Sicherheit im Internet erreicht man, wenn man für jedes Login ein anderes Passwort verwendet und für jedes Konto eine andere Mailadresse. Würden die Logindaten eines Kontos gestohlen, könnten die Diebe damit nur auf der betroffenen Webseite Unfug treiben, was der Verantworliche aber verunmöglichen wird, sobald er vom Diebstahl Kenntnis hat. Seriöse Firmen können die Passwörter ihrer Kunden zurücksetzen. Damit wird das gestohlene Passwort unbrauchbar. Jedem Kunde wird per Mail ein neues, computergeneriertes Passwort zugeschickt. Damit kann man sich einloggen und, wenn gewünscht, das Passwort gleich wieder geändert werden. Wer nicht so viele Mailadressen generieren kann oder möchte, sollte auf jeden Fall immer einmalige Passwörter verwenden.

Passwörter verwalten mit LastPass

Ich habe aktuell 271 Logins. Natürlich ist es unmöglich, sich so viele Passwörter auszudenken. Deshalb benutze ich das Programm LastPass. Es erstellt mit einem Klick ein neues Passwort und verwaltet die vielen Passwörter. Die LastPass App für Android habe ich natürlich ebenfalls installiert und alles funktioniert wunderbar und einfach. Ich nutze LastPass seit drei Jahren und stelle fest, dass ich inzwischen meine Passwörter selber nicht mehr kenne. So lange ich Zugang zu LastPass habe, bin ich gerettet. Ja sicher, man begibt sich damit in eine ungute Abhängigkeit. LastPass ermöglicht eine regelmässige Datensicherung. Mehr kann ich momentan nicht machen, ich bin auch nur ein Mensch.

Hier siehst Du, was das kostenlose LastPass bietet.

LastPass Premium ist für mobile Geräte und kostet 1$ pro Monat.

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