Notizzettel


logo-useful-appBisher nutzte ich für Notizen ColorNote und OneNote. Nun gibt es Keep von Google. Nach einer kurzen Sichtung von Keep stellte ich folgendes fest: Was die eine App nicht kann, kann dafür die andere, die dafür ihrerseits etwas anderes nicht kann. Ist es also „g’hupft wie g’sprunge‘, welche App man benutzt? Im Prinzip ja, aber…

Was kann ColorNote, was Keep nicht kann?

  • In ColorNote können Listen nach Alphabet oder/und Status (checked / unchecked) sortiert werden.
  • Es können Erinnerungen (reminder) terminiert werden.
  • Geeignet für Einkaufslisten.

Was kann Keep, was ColorNote nicht kann?

  • Keep läuft auch auf dem PC (im Browser) und ist auf allen Geräten immer aktuell.
  • In Keep kann man auch Sprachnotizen aufnehmen. Sie werden automatisch auch als Text abgelegt.
  • In Keep kann man auch Fotos hinzufügen.

Und was ist mit OneNote?

OneNote läuft auf dem PC und als App und könnte somit immer synchronisiert sein. Das Programm bietet unglaublich viele Möglichkeiten und ist mehr als nur ein Notizzettel. Am PC nutze ich dieses Programm am liebsten. Aber auf dem Handy habe ich über OneNote nicht so schnell Zugriff auf die Infos, wie es manchmal notwendig ist. Gerade weil das Programm so viel bietet, habe ich hier extrem viele Notizzettel. Ich bin zwar ordentlich, trotzdem muss ich manchmal suchen. Zudem muss ich, bevor ich das Haus verlasse, unbedingt OneNote komplett synchronisieren, weil ich sonst auf dem Handy nicht die aktuellsten Daten habe, falls kein Internet vorhanden ist, was bei mir häufig vorkommt. Die Swisscom gibt mir gerade mal 250 MB Daten für 29.- CHF pro Monat. Ich bin häufig im Ausland und da wird es noch teurer (aber das ist eine andere Geschichte). Die Einkaufsliste lässt sich mit OneNote nicht so führen, wie ich es will. Mit ständigem Zugang zum Internet gäbe es dieses Problem aber nicht.

Wofür brauche ich eine Notiz-App?

Ich nutze ColorNote für den Einkaufszettel. So renne ich mit dem Handy vor der Nase durch den Supermarkt und suche alles zusammen, was aufgeschrieben ist. Die gefundenen Artikel werden in der Liste als erledigt markiert. Wird die Liste unübersichtlich, sortiere ich sie nach Status. Dann sind die unerledigten Einträge oben und die Erledigten werden am Listenende aufgeführt und stören nicht mehr.

Natürlich habe ich noch andere Zettel. Zum Beispiel eine Liste mit Dingen, die ich auf Reisen mitnehmen muss und einen Zettel mit den div. Kleidergrössen der Familienmitglieder. Zudem führe ich Einkaufslisten mit den bevorzugten Artikeln meiner Mütter (meine Mutter und meine Schwiegermutter). Je älter ich werde, desto mehr Dinge notiere ich, denn abgesehen von meiner Sammelleidenschaft kommt nun auch noch Vergesslichkeit hinzu.

ColorNote

Hier einige Impressionen von ColorNote.

Keep

Sprachnotizen und autom. Transkription

keep-03Das Recording Tool wäre super. Leider stellt die Aufnahme automatisch ab, sobald man eine kleine Pause macht. Und meinen Schweizer Akzent mag die Software wohl auch nicht. Ich hätte dieses Tool sonst gerne für mein Reisetagebuch genutzt. Aber so schnell kann ich nicht sprechen. Die automatische Transkription wäre genial. Leider sind viele Fehler im Text und die Korrektur benötigt in etwa so viel Zeit wie das abtippen der Aufnahme. Wenn Google hier nachbessert, wird aus Keep eines der besten Tools überhaupt. Dann könnte ich unterwegs das Reisetagebuch aufsprechen und müsste danach nur noch den Text überarbeiten. Nach der Spracheingabe wird der erkannte Text zusammen mit dem original Tondokument in eine Notiz gelegt.

Foto-Notizen

Die Idee ist gut, die Umsetzung weniger. Mit Klick auf den Fotoapparat nahm ich zwei Fotos auf, versah sie mit Titel und Text und wollte dann diese zwei Notizen teilen bzw. auf dem PC zur weiteren Verwendung speichern. Per Mail liessen sie sich nicht verschicken, vermutlich waren die Fotos mit 2.1 MB zu gross. Dann teilte ich sie auf G+, da erschien aber nur ein leeres Bildfenster. Dann kam ich auf die Idee, Keep am Computer zu öffnen, das heisst, den Link https://drive.google.com/keep/ im Browser zu öffnen. Da kann man zwar ein Foto anklicken und bildschirmfüllend ansehen, aber weder teilen noch herunter laden. Zudem kann man pro Notiz nur ein einziges Foto speichern. Für diese Funktion sehe ich den Sinn nicht.

Keep auf dem Computer

Ich benutze Windows 7 und dachte erst, für Keep gäbe es ein Programm wie für OneNote auch. Ist aber nicht so. Am Desktop oder Laptop ruft man sein Keep im Browser über folgenden Link auf: https://drive.google.com/keep/. Man muss im Google-Konto angemeldet sein. Das ist alles.

Wie geht es weiter

Nach einem intensiven Praxistest habe ich die Vor- und Nachteile der beiden Programme kennen gelernt. Für die Einkaufslisten bleibe ich bei ColorNote. Auch Notizzettel, für die ich eine Erinnerung eingeben möchte (terminieren), bleiben bei ColorNote, weil es diese Funktion in Keep nicht gibt. Hingegen werde ich Keep als wirkliche Notizzettel-App weiter verwenden. Genau dafür ist es ja gedacht. Und dabei werde ich gerne von der Möglichkeit Gebrauch machen, Gedanken und Ideen aufzusprechen. Die App versteht mich zwar nach wie vor nicht so gut, aber man kann den Text korrigieren und notfalls ist ja die originale Tonaufnahme vorhanden.

Im Übrigen sprechen alle drei Programme Deutsch.

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